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Tolle
Mannschaftsleistung wird nicht belohnt
Erste Niederlage dennoch gut verkraftet
RG II und RGIII gegen WKG ohne Chance
Die zweite Schülermannschaft siegt zwei Mal
Ergebnisse vom Wochenende:
KSV Schriesheim I – RG Hausen-Zell I
19:17
WKG Weitenau-Wieslet I - RG Hausen-Zell II 32:6
WKG Weitenau-Wieslet II - RG Hausen-Zell III 27:13
SV Gresgen Schüler I - RG Hausen-Zell Schüler II
18:24
SGE Moosch Schüler I - RG Hausen-Zell Schüler II
16:28
Im Vorfeld war allen RG - Verantwortlichen klar, dass
in Schriesheim die Trauben zum fünften Sieg in Folge sehr hoch hängen, denn
das Team von Trainer Willi Ulrich liegt unserer Mannschaft nicht, war
die einhellige Meinung. Da Simon Waßmer noch nicht wieder einsatzfähig
ist, kam noch dazu, dass sich Florian Philipp erneut verletzte und
Timo Beradze der bereits am Freitagabend in Steinen in der zweiten
im Einsatz war, wieder ins Team rückte. Zu dem schwierigen Gegner
kamen zudem diese notwendigen Umstellungen noch Hinzu. Wie sich die
Mannschaft von Trainer Valeriu Albu dann in Schriesheim präsentierte,
war allererste Sahne. Kein Kampf wurde im Vorfeld aufgegeben, das Team
zeigte eine Top-Leistung und trotzdem reichte es am Ende nicht zu dem
mehr als verdienten Remis, das im letzten Kampf des Abends dann noch
möglich war.
Angefeuert von den sensationellen Schlachtenbummlern der zweiten Mannschaft
sowie Fans des FC Zell und FC Wehr, die für eine Top-Stimmung
am Mattenrand
sorgten, kämpften die RG-Athleten bis zum Umfallen. Der verdiente
Lohn ein leistungsgerechtes Remis zu erreichen, wurde dem Albu-Team
nicht zuletzt durch
eine fragwürdige Verwarnung des jungen Mattenleiters Benjamin
Goller aus Lichtenfels gegen Florian Hassler nach meiner Meinung verwehrt.
Dass der einen Hebegriff ausübende Athlet wegen Beinarbeit mit
einer Verwarnung und einer zwei Punktewertung bestraft wird, habe ich
in meiner dreißigjährigen Beobachtung am Mattenrand noch
nie gesehen. Aber im Ringsport ist eben immer alles möglich und
letztendlich hat der Unparteiische die Entscheidungsgewalt über
solche unsinnigen Wertungen.
Tatsächlich wird es im Ringsport immer umstrittene Entscheidungen
geben und wie sagte der KSV Hallensprecher Graf in der anschließenden
Presseanalyse:
„ diese umstrittenen Entscheidungen gleichen sich
im Laufe einer Saison aus.“
Vor den gut 300 Zuschauern fand ich die sofortige Pressekonferenz mit
den beiden Trainerfüchsen Willi Ulrich und Valeriu Albu gut inszeniert.
Begleitet wurden die Coaches von zwei Sportlern, Oliver Hassler und
Simon Pilzweger aus beiden Teams.
Ihre spontanen Meinungen nach dem Kampf wurden von den erhitzten Gemütern
Auf den Rängen mit viel Applaus bedacht und der absolute Top-Kampf
der zweiten Bundesliga erreichte dadurch nochmals eine besondere Note
in dem die Leistungen
beider Teams mit einem donnernden Applaus vom begeisterten Publikum
honoriert wurden.
Die anschließende Heimreise mit dem Mannschaftsbus war ein Erlebnis,
dass schon lange nicht mehr so ausgiebig gefühlt wurde. Die Mannschaft
und Ihre Fans feierten, obwohl die erste Niederlage sicher schmerzte.
Das motivierte Team hatte zuvor jedoch auf der Matte alles gegeben
und deshalb war das Feiern bis um 4.00 Uhr morgens im Bus für
die mitgereisten Fans und die RG-Offiziellen ein gelungener Anlass. „Da
wächst was zusammen, „ war der Sportliche Leiter Udo Bauer
angetan in seiner Dankesrede als die Heimreise glücklich frühmorgens
im Wiesental endete.
Das Kampfgeschehen auf der Matte war mit zahlreichen taktischen und
ringerischen Feinheiten gespickt. Gleich zu Beginn bewies Manuel Wolfer
erneut seine Klasse, als er gegen den unbesiegten erfahrenen Zweit-Liga
Ringer Kerim Ferchichi sich trotz einem 0:2 Rundenrückstand nicht
aus der Ruhe bringen ließ und die dritte und vierte Runde gewann.
In der vierten Runde kam der Gong zwei Sekunden zu früh, denn
Manu hatte den mit einem Konter seinen Gegner fasst auf dem Buckel.
Als der hervorragend abgeklärt ringende fünfzehnjährige
Wolfer den Zwiegriffvorteil erhielt schien sogar die Sensation perfekt,
dass „Manu“ seinen fünften Sieg in Folge feiern kann,
doch der routinierte und körperlich überlegene Ferchichi
Kämpfte gut aus und holte sich den 3:2 Gesamtsieg in einem absoluten
Klasse Freistilkampf.
Gewohnt sicher und ausgefuchst erledigte dann Oliver Hassler seinen
Auftritt im Schwergewicht gegen Manuel Heinrich und siegte sicher mit
3:0 Runden, wobei er klar der dominierende Athlet im Stand war und
in der Bodenlage gewohnt sicher abwehrte.
Insgeheim hatten alle RG-Verantwortlichen mit einem 0:4 im Vorfeld
von Sebi Rapp gegen den rumänischen Juniorenmeister Vasile Dobrea
gerechnet. Was Sebastian nach der mit 0:6 verlorenen ersten Runde jedoch
an Kampfgeist und Einsatz bot, war aller Ehren wert. Nur knapp mit
3:2 und 2:2 auf Grund der zuletzt erzielten Wertung des Rumänen
verlor der noch vierzehnjährige 60 Kilo Athlet der RG.
Wie verwandelt, tritt momentan Sven Kiefer auf die Matte. Zur Freude
aller seiner Fans und Freunde im Ringsport im Lager der RG zeigt Sven
Woche für Woche Top-Kämpfe. Gegen den starken Heimringer
Gabriel Seregelyi setzte er die entscheidenden Aktionen gezielt und
gewann in drei Runden mit einer starken Gesamtleistung.
Seinen bisher besten Kampf der Saison lieferte danach Sascha Oswald
gegen den beweglichen dritten der Deutschen Juniorenmeisterschaften
Simon Pilzweger. In der ersten Runde mit 1:0 knapp unterlegen, sah
Sascha in Runde zwei wie der sichere Sieger aus, als er jedoch zwei
Sekunden von Runden Ende noch den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen musste.
Das 0:1 in Runde drei war dann schade, denn einen Runden-gewinn hätte
er sich verdient gehabt.
Somit führten die Gastgeber mit 9:8 zur Pause und die RG-Ecke
war mit den bisher gezeigten Leistungen mehr als zufrieden, was die
laut-starken und trommelnden Fans mitfeierten.
Im ersten Kampf nach der Pause trat Timo Beradze gegen den lang-jährigen
Erstligaringer Sven Lay an, der zehn Kilo mehr auf die Waage brachte.
Mit konsequentem Aufziehen und guter Abwehr am Boden holte sich Timo
die erste Runde. In der zweiten Runde wurde Timo für eine Aktion,
die von ihm durchgeführte Ausheber-konter Variante hatte der Mattenleiter
vermutlich noch nicht gekannt, gleich zwei Mal verwarnt, sodass er
in den beiden folgenden Runden mehr aufpassen musste, dass er nicht
die dritte Verwarnung erhält.
Dieser absolute Greco-Topkampf ging deshalb zu Gunsten des Gastgebers
aus. Für „keine Aktion“nur abheben und wieder absetzen,
wurde Lay die dritte Runde zudem geschenkt.
Der dritte Goldbacher im Team der Schriesheimer Andreas Spinnler bezwang
danach Jörg Denner in drei Runden, wo nur die erste Runde überhöht
mit 7:0 ausging. In Runde zwei beim 3:3 und in Runde drei beim 2:3
hatte Jörg Pech, dass er keinen Rundenerfolg holen konnte. „Nüssi“ meinte
nach dem Kampf, der Gegner wäre Simon gelegen, das werden wir
hoffentlich im Rückkampf erleben. Die bravouröse Leistung
von Jörg gegen den wendigen Spinnler wurde von all seinen Teamkameraden
gelobt.
Der vor entscheidende Kampf war das alte Duell von Stefan Bonev gegen
Bubi Recorean, wobei der Bulgare letztlich mit 3:1 Runden die Oberhand
behielt. Nachdem Bubi die ersten Runde gewonnen hatte, verlor er jeweils
knapp mit 1:2 und 0:1 die nächsten Kampf-abschnitte. In Runde
vier hätte er mehr tun müssen um den Vor-teil des Zwiegriffes
zu erhalten, so hob ihn Bonev am Schluss aus unter dem Jubel der einheimischen
Anhänger und brachte sein Team mit 18:10 in Führung.
Der anschließende Vierer für Axel Sutter war zwar schon
an der Waage klar, doch ungeachtet dessen rang Axel mit schönen
Aktionen einen technisch überhöhten 19:0 Punktsieg nach Hause.
Gegen den Ungarn Peter Höreth hätte nun Florian Hassler den
notwendigen Vierer zum Remis holen müssen. In Runde eins gelang
ihm ein 4:0 Erfolg. Doch wie bereits erwähnt wurde Flo im Durchgang
zwei die Chance genommen für das verdiente Unentschieden weiterzukämpfen
mit der umstrittenen Verwarnung. Mit 3:0 und 1:1 brachte Florian zwar
den vierten Sieg des Abends mit in die blaue Ecke, das jedoch zum erhofften
Remis nicht mehr reichte.
Alles in allem zeigt die Mannschaft ein tolles Gesicht, eine optimale
kämpferische Einstellung und den nötigen Teamgeist. Diese
Eigenschaften werden Sie in den kommenden Mattenduellen zu weiteren
Siegen führen und mit allen Mann gesund an Bord ist das diesjährige
RG-Team sicher zu allem fähig.
Die Zuschauerresonanz am Feiertag um 17.00 Uhr wird sicher für
den weiteren Saisonverlauf Aufschluss geben, ob die gezeigten Leistungen
noch einen Schub erhalten. Ähnliche Kulissen wie im Derby gegen
Adelhausen sind zwar der Traum eines jeden RG-Verantwortlichen, doch
die Hoffnung sollte man wie es Heißt eben nie aufgeben. Vielleicht
raffen sich die Hausener und Zeller Einwohner ja am Freitag auf und
besuchen Ihre Jungs am nächsten Heimkampf und motivieren Sie mit
Ihrem Besuch für noch größere Taten.
Vorschau auf das kommende Wochenende:
Freitag 3. Oktober 17.00 Uhr Stadthalle Zell i. W.
RG Hausen-Zell I - KSV Berghausen I
In Kandern:
TSV Kandern I - RG Hausen-Zell II 17.00 Uhr
TSV Kandern II - RG Hausen-Zell III 15.30 Uhr
TSV Kandern Sch. I - RG Hausen-Zell Schüler II 14.30 Uhr
Samstag, den 4. Oktober 2008
In Schorndorf:
ASV Bauknecht Schorndorf I - RG Hausen-Zell I 19.30 Uhr
In der Stadthalle Zell
RG Hausen-Zell II - KSV Tennenbronn I 20.00 Uhr
RG Hausen-Zell Jgd. I - KSV Tennenbronn Jgd. I 17.30 Uhr
RG Hausen-Zell Jgd. I - TuS Adelhausen Jgd. I
RG Hausen-Zell Jgd. II - SG-Eichen-Rümmingen Jgd. II
16.30 Uhr
Nach der unglücklichen Niederlage in Schriesheim, erwartet die
RG Hausen-Zell am Feiertag um 17.00 Uhr mit dem KSV Berghausen eine
starke Mannschaft zum nächsten Heimkampf. Die RG Verantwortlichen
hoffen auf die zahlreiche Unterstützung Ihrer Fans um mit einem
Sieg weiterhin auf dem zweiten Rang der zweiten Bundesliga zu bleiben.
Die erste Mannschaft fährt am Samstag dann nach Schorndorf, wo
die Trauben sicher hoch hängen, denn die Gastgeber treten inzwischen
mit einer guten Mannschaft auf. Die zweite Mannschaft bestreitet den
Hauptkampf am Samstag in Zell. Zuvor sind tolle Paarungen in der Jugendliga
und der Bezirksjugendliga angesetzt.
Bericht: Rainer Waßmer |